HNO-GEMEINSCHAFTSPRAXIS
Privatdozent Dr. med. Christoph Aletsee
Dr. med. Alessandro Relic
Fachärzte für
Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde,
Allergologie, Spezielle HNO-Chirurgie,
Stimm- und Sprachstörungen,
Schlafmedizin
Salinenstraße 2
D-55543 Bad Kreuznach
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Leitende Ärzte der HNO-Abteilung
Diakoniekrankenhaus
Akademisches Lehrkrankenhaus der
Universität Mainz
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D-55543 Bad Kreuznach
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Sprechstunden nach Vereinbarung
Die Allergologie beschäftigt sich mit den Allergien (deren Entstehung, Ausprägung, Verlauf und Behandlung). Im Grunde ist eine Allergie eine Überempfindlichkeitsreaktion des menschlichen Abwehrsystems gegenüber einem oder mehreren Stoffen. Fast jeder Stoff kann zum Allergieauslöser (Allergen) werden, das die unterschiedlichsten Beschwerden auslöst.
Es gibt drei Arten von Allergietests, um zu ermitteln auf welche Stoffe der Patient reagiert:
- Hauttests sind Standarduntersuchungen bei Verdacht auf Vorliegen einer Allergie. Es handelt sich um eine Form des Provokationstests. Dabei werden Allergenextrakte auf verschiedene Weisen mit der Haut in Kontakt gebracht. Sensibilisierte Betroffene zeigen nach definierten Zeiten lokale Reaktionen vom Sofort-Typ und/oder Spät-Typ. An ihnen kann abgelesen werden gegen welche Allergene der Patient sensibilisiert ist und der Schweregrad der allergischen Reaktion.
- Bei Provokationstests wird das vermutete Allergen dem Patienten nicht über die Haut, sondern in anderer Form zugeführt. Beispielsweise bei allergischer Rhinoconjunctivitis (=Heuschnupfen), kann zur Provokation ein Allergenextrakt direkt in die Nase gesprüht werden. Anschließend wird die allergische Reaktion gemessen, indem man z. B. die Schwellung der Nasenschleimhaut mittels einer sogenannten Rhinomanometrie misst. Der wesentliche Vorteil der Provokationstests liegt darin, dass eine konkrete Beschwerde-Auslösung nachgewiesen werden kann.
- Im Rahmen von Blutuntersuchungen können freie „IgE-Antikörper“ gemessen werden. Zum einen kann der Gesamt-IgE Spiegel gemessen werden, der alle freien IgE-Antikörper erfasst. Zum anderen können auch Allergen-spezifische IgE-Antikörper nachgewiesen werden. Hierbei werden also die IgE-Spiegel ermittelt, die sich konkret gegen eine Allergenquelle richten.
Allergien verschwinden in der Regel nicht von alleine, sondern nehmen, wenn sie unbehandelt bleiben, sogar an Dauer und Stärke eher zu. Die optimale Behandlung der Allergie ist die Vorbeugung (Prophylaxe). Die beste Vorbeugung ist das Vermeiden von Allergenkontakt. Diese Maßnahme kann jeder Betroffene selbst bis zu einem gewissen Grad durchführen.
In der Therapie der meisten Allergien werden Medikamente eingesetzt. Diese Antiallergika werden je nach Krankheitsform und Schwere der Erkrankung in unterschiedlichen Darreichungsformen (Tabletten, Nasensprays, Asthmasprays, Augentropfen, Cremes, Salben und Injektionen) und in unterschiedlichen Intervallen (bei akutem Bedarf, prophylaktisch, dauerhaft) angewendet. Der Einsatz von Antiallergika soll das Auftreten von allergischen Symptomen mildern oder verhindern (symptomatische Therapie), kann aber keine Heilung von der allergischen Erkrankung bewirken (kausale Therapie).
Die spezifische Immuntherapie (SIT) oder Hyposensibilisierung ist die einzige verfügbare kausale Therapie bei Typ-I-Allergien. Ihr Ziel ist es, den Körper schrittweise gegen das Allergen unempfindlich zu machen. Dazu werden stark verdünnte Extrakte der Allergene in langsam steigender Dosierung (je nach verwendetem Schemata einige Wochen bis einige Monate) verabreicht. Dadurch wird das Immunsystem in die Lage versetzt, besser mit den behandelten Allergenen umgehen zu können, so dass die allergischen Reaktionen abgeschwächt oder verhindert werden.